Bring Bewegung in den Text

Aktiv schreiben statt passiv

Kennst du das? Du liest einen Text – und obwohl die Sätze korrekt sind, plätschert alles so vor sich hin. Kein Schwung, keine Bilder im Kopf, keine Spannung. Der Text klingt glatt. Zu glatt. Es gibt keine Ecken und Kanten, keine Persönlichkeit und auch keinen Spannungsbogen. Oft liegt das an der Sprache. Genauer gesagt: an der passiven Sprache. Heute zeige ich dir, wie du mit aktiver Sprache Bewegung und Leben in deine Texte bringst. Und wie du damit deine Leser fesselst – statt sie zu langweilen.


Der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sprache

Aktiv oder passiv – das hat nichts mit Sport zu tun, sondern mit dem Satzbau.

In aktiven Sätzen tut jemand etwas und das wird auch ganz deutlich
👉 Der Hund jagt die Katze.

👉 Der Junge wirft einen Stein.

In passiven Sätzen wird etwas getan.
👉 Die Katze wird vom Hund gejagt.

👉 Ein Stein wird geworfen

Im Aktiv steht die handelnde Person oder das handelnde Ding im Mittelpunkt. Im Passiv rückt das Geschehen in den Vordergrund – oft ohne klare Verantwortlichkeit wie im zweiten Beispiel des Passiv-Satzes. -> Ein Stein wird geworfen. Wer wirft den Stein? Im Passiv-Satzbau wird das nicht immer deutlich oder aufgelöst.

Warum ist aktive Sprache besser?

Aktive Sprache ist lebendiger, klarer und direkter. Sie nimmt den Leser mit ins Geschehen. Zeigt ganz genau wer was wie tut oder auch nicht. Dadurch kommt mehr Bewegung in den Text. Der Leser bekommt die Situation direkt gezeigt und nicht nur erzählt. Stichwort: Show it, don´t tell it.

Außerdem bringt aktive Sprache:

  • Mehr Klarheit:
    Es wird sofort deutlich wer handelt. Der Interpretationsspielraum wird damit geringer.
  • Mehr Spannung:
    Aktiv-Sätze sind kürzer, dynamischer und weniger kompliziert im Satzbau. Sie bringen mehr Tempo in den Text.
  • Mehr Nähe:
    Aktive Sprache ist persönlicher und näher dran während passive Sprache Distanz schafft.

Passive Sprache sofort erkennen

Passiv erkennst du sofort an den verschiedenen Formen des Wörtchens „werden“:
wird, wurde, worden, ist xxx worden.

Außerdem wird die handelnde Person außen vor gelassen. Es ist im Satz nicht erkennbar wer etwas tut oder getan hat.

Passiv: Die Einladung wurde verschickt.

Passiv: Der Artikel wird gerade geschrieben.

Passiv: Das Formular wurde ausgefüllt.

Passiv: Die Lieferung wird erwartet.

Passiv: Das Problem ist gelöst worden.

So wird dein Text aktiv

Frag dich: Wer tut was?
Wenn das im Satz nicht klar erkennbar ist, bist du vermutlich ins Passiv abgerutscht. Versuche den Satz so umzubauen, dass die Handlung und der Handelnde deutlich wird.

Suche nach den „werden“ – Formulierungen
Sie sind das beste Signal um zu erkennen, dass ein Satz im Passiv steht. Formuliere ihn um.

Verwandele Substantivierungen zurück in Verben
Statt „Die Durchführung der Veranstaltung erfolgt durch das Team“
lieber „Das Team führt die Veranstaltung durch.“

Nimm den Leser mit auf die Reise

Aktive Sprache lebt, atmet und wirkt wie ein Gespräch. Du redest nicht um den heißen Brei – du sagst und zeigst, was Sache ist. Und genau das macht Texte stark. Besonders in der Werbung, auf Webseiten oder in Newslettern. Traue dich, das Geschehen zu benennen.

Also: Bring Bewegung in deinen Text. Schreib aktiv. Denk an die Menschen, die deine Texte lesen – und zeig ihnen, was passiert.

💡 Tipp zum Schluss:
Schreibe deinen Text erst runter – und lies ihn dann nochmal durch. Frag dich bei jedem Satz: Könnte ich das aktiver sagen? Oft reicht schon eine kleine Änderung. Schon bekommt dein Text ganz neuen Schwung.


Möchtest du Unterstützung beim Texten? Ich helfe dir gern – mit frischen Worten und einer klaren Botschaft. Schreib mir einfach!

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